Typisch Arabisch

Die arabische Lebensart ist vor allem eins: nämlich bunt und vielfältig. Immerhin vereint die Sprache zahlreiche Nationen und Volksstämme, deren Traditionen und Bräuche zum Teil sehr unterschiedlich sind. Allen gemeinsam sind jedoch Lebensfreude und Sinnlichkeit, die sich auch von Touristen auf verschiedenste Weise erleben lassen.

Lebendige Geselligkeit

In arabischen Ländern wirken Einheimische schnell übertrieben emotional auf Europäer, doch die lebendige Gestik und Mimik sind traditionell Teil privater Gespräche. Es geht gesellig zu in winzigen Cafés und gemütlichen Runden zu Hause, wo sich Männer und Frauen meist getrennt voneinander zurückziehen.

Gäste werden mit offen Armen empfangen, denn Gastfreundschaft und die großzügige Bewirtung von Besuchern sind ein wichtiger Teil der typisch arabischen Lebensart. Geschenke der Gäste sind gerne gesehen, eine Bezahlung des freundlichen Empfangs hingegen absolut verpönt. Süße Datteln gelten als Symbol der arabischen Gastfreundschaft und werden pur oder in Form raffinierter Süßspeisen gereicht.

 

Arabische Kultur

Die Kultur in arabischsprachigen Ländern ist in weiten Teilen vom Islam geprägt. Traditionelle Anlässe wie das Fastenbrechen oder das Opferfest werden ausgiebig gefeiert – sowohl im privaten Familienkreis als auch in der Öffentlichkeit. Gebete und Besuche der Moschee gehören in vielen Familien zum normalen Tagesablauf.

Der Bauchtanz als sehr sinnliches Vergnügen scheint im krassen Gegensatz zu diesem traditionellen Wertebewusstsein zu stehen, gilt jedoch als anerkannte Kunstform und auch außerhalb morgenländischer Staaten als typisch arabisch. Noch sportlicher geht es hingegn bei Kamelrennen zu, die das arabische Pendant zum westlichen Pferdesport darstellen.

Orientalischer Sinnesrausch

Typisch arabisch sind zudem Basare, die Einheimische und Touristen mit exotischen Gewürzen, intensiven Gerüchen und prachtvollen Farben in ihren Bann ziehen. Statt sich auf feste Preise zu verlassen, wird hier munter und lautstark um die Waren gefeilscht. Kleine Garküchen mit typisch arabischen Speisen wie Falafel, gefülltes Fladenbrot und zuckersüßes Gebäck umrahmen dieses etwas andere Einkauferlebnis.

Kleidung und Körperkunst

Da in den meisten arabischen Ländern tropische Temperaturen herrschen, sind leichte, weit fallende Gewänder die erste Wahl. Häufig bedecken sie den gesamten Körper, um ihn vor der starken Sonneneinstrahlung zu schützen. Ein typisch arabisches Kleidungsstück für Männer ist auch die Kufiya, ein meist zweifarbiges Kopftuch, das vor allem an Jassir Arafat bekannt geworden ist.

Traditionsgemäß verhüllen sich auch Frauen mit weiten Gewändern und Kopftüchern, tragen darunter aber zum Teil westliche Kleidung. Zu besonderen Anlässen, wie dem Fest des Fastenbrechens, verzieren sie ihre Hände kunstvoll mit Henna.


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