Arabische Schriftzeichen

Für das ungeübte Auge sieht die arabische Schrift zwar wunderschön verschnörkelt aus, lesbar ist sie für einen Deutschen allerdings nicht. Vergleichbar ist dieses mit der Situation des ABC-Schützen, der auch die deutschen Buchstaben erst Schritt für Schritt lernen muss. Doch diese Schrift ist kein Buch mit sieben Siegeln, wenn man Buchstaben und Schreibregeln kennt.

Arabische Schrift – Entstehung und Entwicklung

Die arabische Schrift hat ihren Ursprung ebenso wie die hebräische oder die griechische Schrift wahrscheinlich in dem Phönizischen Alphabet. Dieses Alphabet entstand bereits etwa im 18. Jahrhundert vor Christus – nach einigen Entwicklungsstufen, unter anderem dem Aramäischen.

Die älteste bekannte arabische Inschrift befindet sich in der Namara-Wüste und wird in etwa auf das Jahr 328 nach Christus datiert. Im 7. Jahrhundert etablierten sich die arabischen Schriftzeichen endgültig, indem der Koran auf Arabisch verfasst wurde. Zu diesem Anlass wurde die Schrift nochmals etwas verändert: Einige Buchstaben bekamen Punkte um sie besser von anderen Buchstaben unterscheiden zu können. Damit entstand die heute bekannte Schrift mit ihren 28 Buchstaben.

Arabische Schrift

Die arabische Schrift (Bild: asem arab – Fotolia.com)

Das Schriftbild

Im Arabischen wird von rechts nach links geschrieben. Die arabische Schrift kennt keine Groß- und Kleinschreibung, genauso wenig wie eine Unterscheidung zwischen Schreib- und Druckschrift. Allerdings gibt es bei der Schrift eine wichtige Besonderheit zu beachten: Die Darstellungsform des Buchstabens variiert abhängig von seiner Stellung im Wort.

Es wird unterschieden zwischen Anfangs-, Mittel- und Endstellung sowie der isolierten Form. Letztere entspricht immer der grundsätzlichen Schriftweise des Buchstabens. Das Aussehen der Buchstaben abhängig von der Stellung kann nur schwer erschlossen werden und muss, speziell beim Schrifterwerb, für jeden Buchstaben explizit gelernt werden.