Opferfest

Das Opferfest ist eines der höchsten religiösen Feste für Muslime. Die Feierlichkeiten dauern vier Tage und beginnen gleichzeitig mit den bedeutendsten Tagen der Wallfahrt nach Mekka. Es ist ein bewegliches Fest, das sich jedes Jahr um ungefähr 10 Tage verschiebt.

Opferfest – Ursprung und Bedeutung

Der Ursprung des Opferfestes ist auf eine Begebenheit im Koran mit dem Propheten Ibrahim zurückzuführen. Ibrahim und seine Frau waren lange kinderlos. Nach vielen Gebeten bekamen sie zwei Söhne. Zur Prüfung seiner Ergebenheit wurde ihm durch Träume aufgetragen, einen Sohn zu opfern.

Als Zeichen seiner Dankbarkeit und seines Gehorsams wollte Ibrahim diese Pflicht auch erfüllen. Doch im letzten Augenblick wurde er von dieser Aufgabe entbunden. Statt seines Sohnes durfte er ein Schaf opfern. Zum Gedenken an den Propheten und dessen Erfahrung mit göttlicher Barmherzigkeit begehen die Muslime das Opferfest.

Es ist ebenso ein Ausdruck ihrer religiösen Ergebenheit wie auch ihres Vertrauens in Allahs Gnade. Der Grundgedanke ist das Schlachten eines Opfertieres und das Spenden an andere Menschen.

Zentrum von Mekka

Das Zentrum von Mekka (Bild: Gemeinfrei - Wikipedia)

Die Festtage

Bereits Tage vorher werden die Häuser sowie Straßen gesäubert und die Frauen bereiten besondere Speisen zu. Das Opferfest beginnt mit Gebeten in der Moschee. Am ersten und zweiten Tag werden die Schlachtungen durchgeführt. Als Opfertiere dienen vorrangig Schafe, Ziegen und Rinder.

Tradition ist, dass der Älteste der Familie das Tier schlachtet. Heutzutage wird das Schlachten aber überwiegend Fachkräften überlassen. Vom Fleisch des Tieres wird ein Drittel an bedürftige Menschen weitergegeben. Viel Zeit des Opferfestes verbringt man gemeinsam mit Verwandten und Freunden. Üblich ist es auch, sich gegenseitig zu beschenken.


Arabische Schriftzeichen lernen Zu den Schriftzeichen
Arabische Karte / Karte Arabiens Zum Reiseführer