Mevlid

Das Fest Mevlid ist ein arabisch-islamischer Feiertag und wird in den meisten islamischen Ländern gefeiert. Oftmals wird das Fest der Gläubigen auch „Mevlid – Kandili“ oder „die Nacht der Geburt des Propheten“ genannt. Gefeiert wird der Geburtstag von Mohammed dem Propheten, der als Religionsstifter des Islams gilt.

Mohammed wird als äußerst bedeutend im islamischen Glauben wahrgenommen, da er als der historisch letzte der Propheten gilt und mit dem Koran auf die Welt gesandt wurde. Eigentlich ist die Bedeutung von Geburtstagen im Islam eher untergeordnet. Die Geburt des Propheten und der Feiertag aber gewannen seit dem Mittelalter vermehrt an Bedeutung.

Festlichkeiten an Mevlid

Der Geburtstag des Propheten Mohammeds wird im dritten Monat des islamischen Mondkalenders in der Nacht zum 12. Rabi`ul-evvel gefeiert. Moscheen werden erleuchtet, da zwischen der Geburt Mohammeds und dem Begriff des „Lichtes“ eine enge Verbindung besteht.

Gläubige rezitieren Gedichte und religiöse Gesänge. Geschenke werden nicht gemacht, da es sich um einen ideellen Feiertag handelt. Bei den rezitierten Gedichten sei besonders auf das Mevlid – i Serif verwiesen, das heute noch häufig in der Türkei am Tag des Festes rezitiert wird, da es die Geburt des Propheten aus Sicht seiner Mutter Amine thematisiert.

Süleyman Tschelebis

Tschelebis ist der Verfasser des unter Moslems so bekannten Mevlid – i Sherifs. Tschelebis wurde im türkischen Bursa circa im Jahre 1351 nach Christus geboren. Tschelebis galt als großer Gelehrter und ihm unterstand die größte Moschee Bursas.


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