Arabische Hochzeitsbräuche: Zwischen Moderne und Tradition

Eine traditionelle arabische Hochzeit dauert in der Regel mehrere Tage. Mit dem sogenannten Henna-Abend beginnt der feierliche Akt bereits einen Tag vor der eigentlichen Vermählung und Hochzeitsfeier. Die Füße und Hände der Braut werden an diesem Abend mit anmutigen Henna-Mustern verziert. Dies soll dem Brautpaar ewiges Glück schenken.

Henna

Mit Henna verzierte Hände eröffnen den feierlichen Akt der Hochzeit. (Bild: yogo – Fotolia)

Der Hochzeitstag

Bereits früh in den Morgenstunden des Hochzeitstags geht es im engen Familienkreis weiter mit dem traditionellen Ablauf der Zeremonie. Der Bräutigam übergibt seiner auserwählten Braut nun kostbaren und wertvollen Schmuck, der zu ihrer Absicherung im Scheidungsfall dienen soll. Danach begibt man sich zur Eheschließung und es folgt ein Fest im schillernden Glanz, bei dem die traditionell gebundene Braut bis zu zehnmal ihr Brautkleid tauscht.

Traditionen werden modern ausgelebt und miteinander kombiniert

Die jüngere Generation des arabischen Volks bevorzugt heutzutage einen weitaus moderneren Trend und lockeren Stil bei der Eheschließung. Wobei dennoch auf einzelne Passagen der Tradition nie ganz verzichtet wird. Frauen und Männer zelebrieren heutzutage die arabische Eheschließung nur noch selten mehr getrennt voneinander. Sowohl moderne wie auch arabische Klänge erklingen nunmehr auf der arabischen Hochzeitsfeier, bei denen mittlerweile sogar verheirate Frauen tanzen dürfen.

Bei der Ausrichtung und Gestaltung der Hochzeit kommen nunmehr auch immer mehr kräftige und aktuelle Farben zum Zug, die das Fest anmutig aufwerten. Diesen werden sogar schon bei der Hochzeitseinladung eingesetzt. Nicht nur in der westlichen Welt hat sich vieles beim Brauchtum der Hochzeit verändert, sondern auch die arabische Hochzeit ist inzwischen moderner und entspannter geworden, aber nicht weniger glanzvoll und rauschend.


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